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exegetisch-theologischer
Kommentar der 3. Fastensonntag (07.03.2010): Kommentar zu Lk 13,1-9 von Generalvikar Dr. Franz Jung, Speyer • 4. Fastensonntag Laetare (14.03.2010): Kommentar zu Lk 15,1-3.11-32 von Dr. Manfred Diefenbach • 5. Fastensonntag (21.03.2010): Kommentar zu Joh 7,53-8,11 von Dr. Dr. Thomas Schumacher, München |
Die Feier der Eucharistie ausführliche Erläuterung der Abläufe • liturgiegeschichtliche Entwicklungen • theologische Bedeutung |
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Grundvollzüge der Person. Der Begriff der Person ist zu Beginn des 21. Jahrhunderts zu einem Schlüsselbegriff für das Verständnis des Menschen geworden. Mit seinem Buch Personen. Versuche zum Unterschied zwischen ‚etwas’ und ‚jemand’ (1996) hat Robert Spaemann – angestoßen durch zeitgenössische Debatten – eine grundlegende und maßgebliche Stellungnahme formuliert und zugleich seinen eigenen Beiträgen zu anthropologischen und ethischen Themen ein umfassendes Fundament gegeben. In die Überlegungen des Personen-Buchs fließen – wenn auch zum Teil implizit und in Andeutung – die verschiedenen Grundmotive des Denkens Spaemanns ein:
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Person und Glaube
Person ist
ein Würdename. Er gebührt dem Menschen als Gewissens-Wesen, insofern
er des Anspruchs gewürdigt wird, unbedingt "der Wahrheit die Ehre zu
geben". Weder Personsein noch Würde sind empirische Fakten. Sie
begegnen nur in einem gewissenhaften Verständnis der Empirie. Solche
Deutung – hier Glaube genannt – erfasst über den Menschen mit seinem
Gewissen hinaus auch das Woher dieses Anrufs und nennt es Gott. Der Mensch wird zur Antwort gerufen. Sein Selbst erfüllt sich im
Selbst-Überstieg - und findet so das Glück. Denn was macht tiefer
glücklich als das Angenommen-sein von Hingegebenheit? Der Einsatz
aber dient vor allem der Vermittlung: zwischen innerweltlichen
Bereichen sowie zwischen Welt und Gott. Den Gipfel solchen
Mittlertums bildet der eine Mittler. Darin zeigt sich endgültig eine
priesterliche "Sinnbedeutung" von Person, welche "ihr Seinsgewicht
übersteigt" |
Gotteserfahrung im Denken |
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Der Mensch als Weg zu Gott Das Projekt "Anthropo-Theologie" bei Jörg Splett Anläßlich des 70. Geburtstages des Philosophen Jörg Splett veranstaltete die Thomas-Morus-Akademie Bensberg ein Philosophisches Symposion, das unter dem Titel „Der Mensch als Weg zu Gott“ stand. Dieses war dem Ansatz „Anthropo-Theologie“ gewidmet, mit dem Jörg Splett selbst sein Denken zusammenfassend betitelt hat. Es im Gespräch mit jenem Hörerkreis zu erkunden, der ihm seit Jahrzehnten in besonderer Weise am Herzen liegt, war das Anliegen der Veranstaltung. Die didaktisch kluge Erschließung auch abstrakter Erkenntnisse für den gesunden Menschenverstand ist im Philosophieren Jörg Spletts stets verbunden mit dem Ausweis ihrer ethischen und religiösen Relevanz. Überdies sind ihm Literatur und bildende Kunst beständiger Bezugspunkt seines Denkens. Die klassische Trias von ‚Theoria’, ‚Praxis’ und ‚Poiesis’ erschien daher als angemessener Rahmen, die verschiedenen Dimensionen des Denkens Jörg Spletts zu entfalten. Nachfolgend findet sich eine Dokumentation der Beiträge des Symposions zum Werk Jörg Spletts.
Projekt Karmel Schweiz |
Perichorein Zur theodramatischen Gestalt der Theo-Logik bei Hans Urs von Balthasar Theo-Logik besteht hingeordnet auf eine Auslegung des Gott-Welt-Verhältnisses hinsichtlich der Dimension der Wahrheit. Balthasars Grundbestimmung, in welcher Weise Wahrheit Gottes in Welt epiphan zu werden vermag, entfaltet sich entsprechend der perichoretischen Struktur der Transzendentalien trilogisch. Die Theodramatik stellt sich in ökonomischer Perspektive als rückhaltlose Selbstoffenbarung Gottes (missio, Kenosis) dar und verweist dabei auf den innertrinitarischen Selbstvollzug Gottes, der sich hierin manifestiert. Insofern ist Balthasars gesamter theologischer Entwurf geprägt vom Aspekt des Handelns Gottes in der Fülle des eschatologischen Ereignisses. Gott selbst ist kein starrer Identitätsblock, sondern stellt sich als ein sich im Vater Mitteilender, im Sohn Empfangener, von Vater und Sohn gemeinsam im Geist Geschenkter dar. Balthasar erhebt den akthaften Vollzug damit zum maßgeblichen Paradigma theologischer Rede. Dieser theodramatisch ereignishaft manifestierten, dreidimensional-einen Sprache Gottes hat die kreatürlich-antwortende Gestalt von Theo-Logik zu entsprechen. Dabei bleibt sie der conditio des Menschen verpflichtet, stellt aber keineswegs das Ergebnis menschlichen Denkens allein dar. Sie spricht nicht von sich aus, sie hat nicht zu entwerfen und Möglichkeiten zu ersinnen, sondern im Glauben der Gestalt der Wirklichkeit nachzudenken und das Gehörte je neu auszusagen. Objektives Prinzip theologischen Erkennens, Denkens und Sprechens bleibt das Wort Gottes. Dabei erscheint die christologische Mitte der Ökonomie eingerahmt von einer sowohl vorausliegenden wie nachfolgenden Pneumatologie im Sinne einer universalen trinitarischen Unterfassung.
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Denken im Glauben Denken im Glauben markiert einen Grundvollzug des Menschen vor Gott. Durchdringung und Reflexion sind für ein Leben im Glauben nicht verzichtbar. Daher "muß das Volk Gottes sein Glaubensleben ständig in sich selbst erwecken oder neu beleben, zumal durch eine immer tiefere Reflexion, die sich unter der Führung des Heiligen Geistes mit dem Inhalt des Glaubens selbst auseinandersetzt" (Instruktion über die kirchliche Berufung des Theologen). Eine Neuausrichtung ist erforderlich, die dem programmatischen "duc in altum" (novo millennio ineunte) zu Beginn des dritten Jahrtausends Rechnung trägt. Dies betrifft die Verkündigung, die Theologie wie auch die Sorge um den vitalen Glauben jedes Einzelnen, den es je neu zu entfachen und zu vertiefen gilt. Vorliegende Beiträge umkreisen die Wirklichkeit des Glaubens sowie die Anforderungen, die sich heute daraus ergeben. Sie laden dazu ein, im Glauben zu denken, das eigene Glaubensleben von hier aus zu befruchten und andere im Glauben zu führen. |
christliche Existenz Was macht christliche Existenz aus? Eine Erläuterung dieser Frage zielt auf die Identität des Gläubigen insgesamt, nicht nur auf einzelne Aspekte von Glauben oder Weltanschauung. Daher genügt keine partikulare Antwort. Zahlreiche Themenfelder ragen ineinander und leuchten jeweils einzelne Aspekte des Einen und Ganzen aus. Christliche Existenz zu erläutern, zielt auf die Einholung eines Gesamtverständnisses, welches alle exisistenzrelevanten Bereiche des Menschen in sich schließt: den Bereich des Glaubens (Theologie, Oikonomie), die natürliche Ordnung (Kreatürlichkeit), Dimensionen der Antwort (Annahme, Hingabe, Selbstvollzug, Weltbezug, Dienst), das Leben der Kirche, Spiritualität und die Tatsache der Vorläufigkeit irdischer Pilgerschaft unterwegs zur Vollendung bei Gott. Die vorliegende Ausarbeitung bietet eine philosophisch-theologische Zusammenschau in hoch verdichteter Form. Sie dient als Kompendium zur geistigen Orientierung und geistlichen Vertiefung. |
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